Ab wann lohnt sich ein Umstieg auf VDSL?

Die Welt des Internets entwickelt sich stetig weiter. Immer schneller und besser lautet hier die Devise. Eine der neuesten Technologien in diesem Segment ist das so genannte Very High Speed Digital Subscriber Line (kurz: VDSL). Es verfügt über eine deutlich erhöhte Bandbreite im Vergleich zur normalen Verbindung. Bis zu 52 Mbit/s sollen hier möglich sein.
Allerdings ist das Netz für VDSL bisher noch nicht besonders weit verbreitet in Deutschland (wie etwa hier bei der Telekom oder bei Alice), wodurch viele Haushalte nicht die Möglichkeit haben diese Art des Internets zu nutzen.
Auch die Leistung nimmt bei größeren Distanzen zu den Hauptleitungen drastisch ab. Hier kann die Bandbreite bis auf “normal DSL Niveau” absinken. Daher lohnt sich der Aufpreis – zumindest momentan – häufig noch nicht.
Wichtig: Verfügbarkeit prüfen
Vor dem Kauf sollte man sich auf jeden Fall genauestens über die Verfügbarkeit von VDSL am eigenen Standort informieren. Ist diese nicht vorhanden oder die Leitungen zu weit entfernt, sollte man von einem Vertragsabschluss absehen und stattdessen eine gewöhnliche Internet Verbindung nutzen. Wer alles in der eigenen Region VDSL anbietet, kann man zum Beispiel mit einem DSL-Vergleichsdienst ermitteln.
Dieser Leistungseinbruch ist vor allem in Kleinstädten weit verbreitet, da hier meist nur ein Verteiler genutzt wird und die maximale Bandbreite somit nur in einem bestimmten Radius nutzbar ist. Im Vergleich hierzu ist das Netz in Großstädten, wie Berlin oder ähnlichen häufig schon ausreichend ausgebaut.
Allerdings besteht auch hier keine Garantie und man sollte dennoch den jeweiligen Anbieter nach Qualität und Verbreitung dieser Art von Internet Verbindung befragen.
Welche Alternativen gibt es?
Auch auf Regierungsebene wird weiter am Aufbau eines funktionierenden und vor allem schnellen Internet Netzes gearbeitet. So ist das Ziel bis 2014 eine Bandbreite von bis zu 100 Mbit/s in allen Haushalten zu ermöglichen (allerdings nicht nur über VDSL, sondern beispielsweise auch über Technologien wie etwa LTE). Aus diesem Grund flossen schon Gelder aus dem Konjunkturpaket des Jahres 2009 in diese Projekte. Wie genau sich die Situation entwickeln wird ist jedoch noch nicht bekannt.
Vorreiter im Bereich VDSL ist zurzeit die Telecom, die seit dem Jahr 2006 ihr Netz stetig weiter entwickelt hat und somit bisher am weitesten verbreitet ist. Allerdings schließen sich, aufgrund der hohen Nachfrage, auch weitere Internet Anbieter an.
Diese nutzen allerdings nur selten eigene Netze, sondern übertragen ihre eigenen Tarife über die Leitungen der Telekom. In einigen Jahren sollte dieses System jedoch ausreichend ausgeweitet sein um eine nahezu flächendeckende Nutzung zu garantieren.
Insgesamt kann man sagen, dass ein Wechsel zu VDSL bisher nur in Ballungsgebieten, wie Berlin, dem Ruhrgebiet oder anderen Großstädten sinnvoll ist. Bei kleineren Gemeinden fehlt es meistens an Anschlüssen und Leitungen.
Bis diese Probleme behoben sind werden vermutlich noch einige Jahre vergehen. Außerdem sollte man sich auf keinen Fall auf Werbung durch Internet Anbieter verlassen. Nur, weil diese Ihnen VDSL anbieten, heißt dies noch nicht, dass Sie dies auch empfangen können und nach Vertragsabschluss besteht keine Möglichkeit mehr sofort zu kündigen – egal ob mit oder ohne Empfang.
Artikel/Angebot hier kommentierenÜbertragung von DSL-Signalen über weite Strecken – Vergleich und Test der verschiedenen Möglichkeiten

Durch die hohen Übertragungsraten eines schnellen DSL-Anschlusses kann man moderne Internettechnologien, wie beispielsweise Video- und Audiostreams, auch ohne lästige Warterei genießen. Doch wie kommt das schnelle DSL-Internet auch in die hinterste Ecke des Hauses? Was macht man, wenn die Sendeleistung des WLAN-Routers nicht ausreicht, um auch im Garten mit dem Laptop bequem im Internet zu surfen?
Ein “Digitaler Teilnehmeranschluss” (engl. Digital Subriber Line, kurz DSL) ist ein Übertragungsstandard, der Daten mit einer hohen Datenübertragungsrate über das lokale Telefonnetz zum heimischen Rechner liefert. Innerhalb der eigenen vier Wände steuert der sogenannte DSL-Router (engl. to route – weiterleiten) dabei die Verbindungen und den Datenaustausch zwischen dem heimischen Netzwerk und dem weltweiten Internet.
Bei den heimischen DSL-Routern unterscheidet man zwischen kabelgebundenen für einen stationären DSL-Anschluss und Routern für kabellose lokale Netze (engl. Wireless Local Area Network, kurz WLAN).
WLAN Signal verstärken
Die kabellose DSL-Anbindung abgelegener Räume ans Internet über WLAN besticht vor allem durch den wesentlich geringeren Installationsaufwand. Es müssen keine Löcher gebohrt und meterlange, teure Kabel verlegt werden.
Der größte Nachteil liegt jedoch in der begrenzten Reichweite und dadurch auch geringeren Datenübertragung von WLAN. Laut dem WLAN-Standard können theoretische Übertragungsreichweiten von 30 bis 100 Meter auf freien Flächen erreicht werden. In der Praxis reduziert sich die Sendeleistung und Datenübertragungsrate allerdings erheblich.
Besonders Stahlbetonwände und Leichtbauwände, die auf Metallrahmen aufgeschraubt sind, verschlechtern die Signalqualität erheblich. Eine notwendige Verstärkung des WLAN Signals kann über verschiedene Lösungen erreicht werden.
Die einfachste Möglichkeit ist die Neuausrichtung oder Umpositionierung des WLAN-Routers, um Hindernisse und Funkstörungen zu vermeiden. Ein anderer, relativ preisgünstiger, Weg ist die Verstärkung der Sendeleistung am DSL-Router durch eine leistungsfähigere Antenne. Einige WLAN-Router erlauben den Anschluss einer externen Antenne.
Dadurch werden die ektromagnetische Wellen gebündelt, und können somit eine größere Reichweite erreichen. Dies ist allerdings im Hinblick auf die Abhörsicherheit und die Störung anderer Netze nicht immer empfehlenswert. Auch die Antenne des Empfängers kann ersetzt werden, was allerdings vor allem bei mobilen Endgeräten keine optimale Lösung ist.

Ein weiterer Ansatz ist das Hinzufügen eines zusätzlichen WLAN-Routers ins Netzwerk. Dabei entstehen allerdings höhere Kosten und ein zusätzlicher Konfigurationsaufwand. Denn die meisten WLAN-Router für den Heimgebrauch können nicht direkt miteinander kommunizieren und müssen mit einem Netzwerkkabel verbunden werden.
Die größte Erhöhung der Reichweite kann durch das Hinzufügen eines WLAN Verstärkers (engl. Repeater) erreicht werden. Ein Repeater ist ein freistehendes Gerät, dass auf der Hälfte der Entfernung zwischen DSL-Router und Empfänger platziert wird. Der Repeater empfängt das DSL-Signal vom Router und sendet es an den Empfänger weiter.
Allerdings sind allen diesen Maßnahmen zur Verstärkung eines kabellosen Signals auch Grenzen gesetzt.
Abhilfe mittels PowerLAN – DSL via Steckdose
Abhilfe kann dann ein sogenanntes Strom-Netzwerk (engl. Poweline oder PowerLAN) schaffen. Dazu kann praktisch jede Steckdose innerhalb eines Stromkreises genutzt werden. Auch ohne das Verlegen neuer Kabel kann dadurch sogar in den entlegensten Ecken eines Hauses ein DSL Netzwerkanschluss verfügbar gemacht werden.
Die Reichweiten sind auch ohne besonderen Aufwand wesentlich größer als bei WLAN. Durch die Verwendung mehrere Adapter innerhalb eines Stromnetzes kann auf einfache Weise ein Heimnetzwerk aufgebaut werden.
Allerdings birgt ein Strom-Netzwerk auch einige Nachteile, denn anders als bei Kabel und Funk müssen sich weitere Adapter die verfügbare DSL-Bandbreite teilen. Auch ist die Qualität der DSL-Verbindung abhängig von der Elektroverkabelung und dadurch störanfällig. Außerdem haben Stromnetzwerke mit vergleichsweise hohen Abstrahlungsraten zu kämpfen, und können im Wohnbereich Funkstörungen verursachen.
Die Übertragung eines DSL-Signals über weite Strecken ist stark von den individuellen baulichen Gegebenheiten und Wünschen des Anwenders abhängig. Außerdem sollte man beachten, das WLAN und Stromnetzwerke zusätzlich verschlüsseln werden müssen, während klassische Netzwerkkabel praktisch abhörsicher sind.
Um alle Vorzüge von DSL ohne Einschränkungen genießen zu können und eine optimale DSL-Verfügbarkeit in jedem Raum zu gewährleisten, ist oftmals eine Kombination verschiedener Technologien erforderlich.
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